Der Hype um das Thema Mentoring – was steckt alles dahinter?

 

Das wertvolle Konzept des Mentorings. Aber was genau ist Mentoring überhaupt und wie kann ich dadurch schneller und erfolgreich an meine Ziele kommen?
Das erfahren Sie im Interview mit Eleonore Wall. Sie ist Geschäftsführerin des Unternehmens biz4d, Anbieter von bundesweiten Mentoring-Programmen.

Alex: Eleonore, was ist eigentlich Mentoring?

Eleonore: Ich frage meine Teilnehmer am Anfang von Vorträgen und Seminaren immer: was schätzt ihr, wo kommt der Begriff her? Als erste Antwort kommt dann meistens: Aus dem englischen! Die zweite Antwort: Aus dem lateinischen! Aber die richtige Antwort ist natürlich: aus dem griechischen.
Odysseus ist durch die Weltmeere geschippert, hat seinen Sohn einem väterlichen Freund überlassen und der Mensch hieß einfach Mentor. Das spannende an der Geschichte ist also, dass der Begriff tatsächlich ein paar 1000 Jahre alt ist. Mentoring ist also so alt wie die Menschheit, es hat Mentoren schon immer gegeben.

Obama hat es zum Beispiel auf den Punkt gebracht: „If you ask any succesfull person of how their got where there are today, they tell you about their Mentor they had along the way.“ – Und das ist sehr, sehr wahr. Erfolg und Mentoring gehören einfach zusammen und die meisten erfolgreichen Menschen haben unterwegs in ihrem Leben eine Begegnung mit einem Mentor gemacht. Ein pragmatisches Beispiel ist, einer in der Ausbildung kam damals, zu seinem Chef, der zu ihm gesagt hat: „Junge aus dir kann man echt was machen, aber daran müssen wir arbeiten!“ Einer meiner Lieblingsautoren sagte: Kein Verfahren hat je im Laufe der Geschichte so viel dafür getan um Wissen, Informationen, Kontakte und Fertigkeiten zu vermitteln, wie das Mentoring-System. Es ist also das wichtigste System, wenn es darum geht Erfahrungswissen von den erfahrenen Hasen an die jungen Hüpfer weiter zu geben.

Darya: Warum bräuchte ich nun jetzt einen Mentor?

Eleonore: Einen Mentor an seiner Seite zu haben bedeutet natürlich Fehler vermeiden zu können, damit viel Geld zu sparen und sich einfach schneller weiter zu entwickeln. Ein junger Unternehmer in unserem Mentoring-Netzwerk, Christian Wenzel sagte: „Warum sollte ich jeden Fehler selbst machen, wenn sie ein anderer schonmal gemacht hat?“

Das alles und noch viel mehr hören Sie im ganzen Interview.

 

Was sind die Nutzen einer Mentee-Schulung?

Der Nutzen einer Mentoren-Schulung hat sich bereits allgemein herumgesprochen. Viele Unternehmen, die internes Mentoring anbieten, schulen ihre Mentoren zu Beginn des Programms.

Allerdings ist es weniger präsent, dass es sich durch und durch lohnt die Mentees gleichermaßen zu trainieren, beziehungsweise auf den Mentoring-Prozess vorzubereiten!

Mentees tragen in diesem Prozess eine entscheidende Verantwortung, denn letztendlich geht es um die berufliche und persönliche Entwicklung des Mentee. Viele an sich hochwertig gestaltete Mentoring-Programme, bergen die Gefahr, dass Mentees zu Konsumenten des Programms werden und somit teilweise ihre Rolle nur passiv entgegennehmen, denn wenn Sie Ihre Mentees unvorbereitet lassen, passiert in Ihrem Unternehmen möglicherweise etwas Ähnliches, wie es ein großes Logistikunternehmen im Rahmen eines Nachwuchsführungskräfteprogramms erlebt hat. Ein Mentor fragte sein Mentee im ersten Gespräch: „Und, was möchten Sie in den nächsten Jahren erreichen?“ Die Mentee: „Das weiß ich nicht, Sie sind mein Mentor, Sie müssen es mir sagen!“ Auch wenn diese Begebenheit etwas unglaubwürdig klingt, ist sie tatsächlich real und kommt in der Realität in den verschiedensten Abwandlungen sehr viel häufiger vor, als es wünschenswert ist.

Ziel einer Schulung für Mentees ist es also, dem Mentee Bewusstsein für die eigene Rolle und Verantwortung in dem Prozess mitzugeben, gleichzeitig aber auch einige Fragen zu klären wie beispielsweise: „Wie gestalte ich die Zusammenarbeit verantwortlich gegenüber einem Mentor, der erfahrener und ’seniorer‘ ist als ich selbst?“ Oder: „Wie kann ich als Mentee meinem Mentor Wertschätzung zeigen, aber dabei gleichzeitig ‚das Ruder in der Hand halten‘?“

Die Vorbereitung der Mentees ist das A und O, denn wenn diese gut gelingt, spart es dem Mentor sehr viel wichtige Zeit und wertvolle Energie. Gut geschulte Mentees bedeuten für den Mentor in kürzerer Zeit mehr erreichen zu können und damit mehr Spaß an der Mentoring-Zusammenarbeit zu haben!

Aus der Sicht des Unternehmens bedeuten gut geschulte Mentees, dass Ressourcen gespart werden, denn die meisten Mentoren sind aus der Riege der stärksten Führungskräfte sowie hoch bezahlter Mitarbeiter. Erfahrungsgemäß hat jedes Unternehmen nur eine kleine Gruppe von Personen, die als Mentor infrage kommen. Die Zeit der Führungskräfte zu schonen ist also ein wichtiges, strategisches Ziel eines gut gelungenen Mentoring-Programms!

Mentoren, die erleben, dass sie durch gut vorbereitete Mentees in relativ kurzer Zeit viel in Bewegung setzen können, haben viel mehr Spaß daran, sich über Jahre hinweg als Mentor für das Unternehmen zuengagieren! Außerdem wird der Nutzen auf beiden Seiten erhöht, denn aufgrund der proaktiven Mitwirkung erhalten Mentoren zusätzlich neue Impulse. Damit sind gut vorbereitete Mentees ein zentrales Qualitätsmerkmal eines erfolgreich organisierten Mentoring-Programms.

Als biz4d bieten wir deswegen neben bekannten Schulungen für Mentoren solche Mentee-Schulungen
auch inhouse für interne Mentoring-Programme an, die in Unternehmen aufgebaut werden. Durch die Schulung für Mentees und mehr Spaß für Mentoren wird das Mentoring in Ihrem Unternehmen über Jahre hinweg einen hohen Nutzen stiften!