Mentoring für die Auszubildenden der Stadtwerke Coesfeld GmbH

„…es ist eben ein Unterschied, ob man viel darüber gelesen hat oder es jahrelang erlebt und praktiziert.“

Biz4d hat die Einführung des Mentoring-Programmes bei der Stadtwerke Coesfeld GmbH begleitet. Der Personalentwickler und Mentor Guido Wissing sieht den Mehrwert vor allem in unserem Expertenwissen, dass wir in langjähriger Erfahrung aufgebaut haben.  Er schätzt die Professionalität der Beratung und die Vorbereitung der Mentoren und Mentees auf Ihre Rolle in Verbindung mit den Mentoring-Guidelines. Er selbst hat Spaß daran, sich für junge Menschen zu engagieren und dabei loyale Beziehungen im Unternehmen aufzubauen. Deshalb engagiert er sich selbst als Mentor.

An der Mentee-Schulung nahmen vor allem die dualen Studenten teil. Herr Scheipers, der Mentee von Herrn Wissing, schätzt es, jemanden an der Seite zu haben, der die Unternehmensstrukturen kennt und ihm seine Außenwirkung widerspiegeln kann. Eine weitere Teilnehmerin ist Ihrem Mentor dankbar für die Vermittlung wichtiger Kontakte und die Reflektion der eigenen Stärken und Schwächen.

Interview mit Personalentwickler und Mentor Guido Wissing

Herr Wissing ist seit seinem Studium als Betriebswirt bei den Stadtwerken Coesfeld beschäftigt, davon seit 9 Jahren im Bereich HR. Er selbst hat das Thema Mentoring im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses der Ausbildung angestoßen. Er ist davon überzeugt, dass Mentoring zu einer wesentlich schnelleren  Einarbeitung junger Talente beiträgt und die Einsatzplanung nach der Ausbildung erleichtert, da die Leistungen, Stärken und Schwächen der Einzelnen sichtbar werden. Er selbst engagiert sich als Mentor für Herrn Scheipers, der ein duales Studium im Unternehmen absolviert.

Was haben Sie bisher mit Ihrem Mentee gemacht?

Wir haben uns gerade das erste Mal getroffen. Herr Scheipers hatte mir am Tag vorher die Agenda mitgeteilt. Da es das erste Treffen war, waren es nicht drei, sondern sieben oder acht Themen. Das Gespräch hat dann auch 90 Minuten gedauert. Und es war ein sehr gutes Gespräch.

Über welche Themen haben Sie gesprochen?

Er macht jetzt das duale Studium, aktuell nach 1,5 Jahren die Prüfung zum Industriekaufmann und dann Betriebswirt VWA. Und da stand jetzt der erste Teil zur Prüfung Industriekaufmann an. Er hat sich Ziele gesetzt, darüber haben wir gesprochen. Und darüber wie er sich die Studientage einteilen kann. Außerdem habe ich seine weitere Verwendung hier im Unternehmen mit ihm besprochen. Demnächst hat er einen festen Einsatzort. Also diese Themen hauptsächlich.

Wie haben Sie ihn konkret bei der Prüfungsvorbereitung unterstützt?

Nicht bei dem Stoff, was er lernen muss oder so. Mehr bei der Planung und Prioritätensetzung. Es war so, dass er zu der Zeit im Forderungsmanagement eingesetzt war und dort Personalmangel war. Er hatte einfach Sorge, dass er es nicht schafft, seinen Stoff zu lernen. Ich habe mit ihm geplant, wie er das besser unter einen Hut bekommt. Und die Leitung hatte anders herum die Befürchtung, dass die Arbeit liegen bleibt. Also die typischen Konflikte eigentlich. Ich habe ihm dann geholfen zu vermitteln und die Prioritäten zu setzen.

Was schätzen Sie besonders an Ihrem Mentee?

Der hat eine lockere, lustige Art im Umgang. Und er ist ein sehr intelligenter Junge. Der ist einfach sehr freundlich und sympathisch. Das heißt aber nicht, dass er gleich alles richtig macht.

Das macht es aus, dass Sie Spaß haben am Engagement?

Der Umgang mit den Mentees macht Spaß, weil es junge gute, motivierte Leute sind, die sich engagieren für die Sache. Hätte man Leute, die „null Bock“ haben auf die Sache und das Unternehmen, dann würde es keinen Spaß machen. Da würde man auch schell herausfinden, dass jemand nicht engagiert ist und entsprechend fehl am Platz hier.

Was motiviert Sie, sich selbst als Mentor zu engagieren?

Es macht mir einfach Spaß, die jungen Leute voran zu bringen. Zusätzlich erwirbt man sich dabei die Loyalität der Mentees. Davon kann man irgendwann profitieren. Das ist jetzt nicht die Hauptintention, aber eine davon.

Welches Problem lösen die Stadtwerke Coesfeld mit Mentoring?

Wir hoffen, dass die jungen Leute schneller ins Unternehmen integriert werden. Sie schneller akklimatisiert sind und die unternehmensspezifischen Eigenheiten schneller kennen lernen. Und natürlich, dass man frühzeitiger erkennt, wo Förderungsbedarf besteht und in welchen Themen spezielle Förderung Sinn macht.

Was ist Ihr Vorteil gegenüber Unternehmen die kein Mentoring mit den jungen Talenten machen?

Einmal, was ich schon sagte: Eine schnellere und zielgerichtete Integration ins Unternehmen. Zudem die Verbesserung des Klimas, des Miteinander über die Generationen hinweg. Auch nach außen hin kann man es dokumentieren, dass man ein Mentoring-System etabliert hat.

Wenn Sie den Personalleiter eines anderen Unternehmens überzeugen wollten, Mentoring zu nutzen. Wie würden Sie argumentieren?

Zunächst natürlich von den Vorteilen berichten. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis aufzeigen. Das beide davon profitieren – das Unternehmen und die Mitarbeiter. Das in allen Bereichen eigentlich profitiert wird. Auch wenn es später auf weitere Mitarbeiter und Talente ausgeweitet wird. Und dass sie viel schneller und zielgerichteter ins Unternehmen integriert und auch besser gebunden werden.

Was war der Mehrwert den biz4d für Ihr Mentoringprogramm geleistet hat?

Der Mehrwert war natürlich, dass biz4d die langjährige Erfahrung hat. Es ist einfach die Professionalität. Ich wusste natürlich vorher schon einiges, weil ich mich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt habe. Aber durch die Schulungen wurde man schon intensiv und zielgerichtet auf die kommenden Aufgaben vorbereitet. Wenn man jetzt neu beginnt, kann man direkt auf einem guten Fundament aufbauen. Mit der gleichen Basis an Wissen. Das war für uns doch der wichtigste Baustein. Und die Guidelines unterstützen natürlich den Prozess. Weil, ich hatte zwar viel darüber gelesen. Aber es ist eben ein Unterschied, ob man viel darüber gelesen hat oder es jahrelang erlebt und praktiziert.

Haben Sie schon ein Feedback von den anderen Mentoren bekommen?

Ja, einige habe ich bereits angesprochen. Die sagten, dass es gut läuft. Das erste Treffen war gut und der Mentee ist engagiert. Ich habe herausgefunden, dass es angenommen wird und die Inhalte der Schulungen angewandt werden. Die Mentees bereiten eine Agenda vor und die Ankertermine stehen. Wir sind sehr zufrieden, dass kann so weiterlaufen!